Mehrere Personen sitzen im Kreis und unterhalten sich

Warum gibt es bisher so wenige Persönliche Budgets? Was können wir hier in unserer Region tun, damit es mehr werden?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich verschiedene Menschen in vielen Gesprächsrunden in ganz NRW. Die Idee zu diesen „Regionalen Praxisdialoge“ haben die KSL.NRW zusammen mit den Landschaftsverbänden und der Landesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget in NRW entwickelt.

Am Tisch sitzen jeweils Mitarbeitende von Landschaftsverbänden, Kreisverwaltungen, Beratungsstellen und Menschen mit Behinderung, die bereits ein Persönliches Budget nutzen.

Das regional zuständige KSL organisiert und moderiert diese Dialogrunden mit Unterstützung und Begleitung der Koordinierungsstelle der KSL. Der Koordinierungsstelle fällt dabei u.a. die Aufgabe zu, mit den Hauptakteuren, wie den Landschaftsverbänden, im Gespräch zu bleiben und die Ergebnisse der Dialoge zusammenzutragen.

Im vergangenen Jahr fanden 15 Praxisdialoge statt, davon zehn in Westfalen und fünf im Rheinland. Für das erste Halbjahr 2020 sind weitere zwölf Veranstaltungen geplant. Alle Beteiligten stufen die Dialoge als ein sinnvolles Instrument ein, damit Persönliche Budgets (PB) in NRW stärker genutzt werden. Mittel- bis langfristiges Ziel ist es, einen fortdauernden Dialog zum PB in der Verantwortung eines regionalen Akteurs zu verstetigen.

Ziel der regionalen Praxisdialoge ist, das PB  als Alternative zur Gewährung von Sach- und Dienstleistungen zu stärken. Unter den bisherigen Bedingungen in Nordrhein-Westfalen besteht für Menschen mit Behinderungen keine echte Wahlfreiheit zwischen den verschiedenen Möglichkeiten der Leistungsgewährung.

Die Teilnehmer der bisherigen Praxisdialoge haben unter anderem folgende Teilziele identifiziert, die  eine echte Wahlfreiheit ermöglichen:

  • Alle Akteure (Leistungsträger, Menschen mit Behinderung, Beratende) haben eine positive und unterstützende Haltung gegenüber der Leistungsform Persönliches Budget.
  • Alle Akteure verfügen über Informationen und ausreichendes Wissen, um ein PB erfolgreich umzusetzen.
  • Assistenzkräfte werden angemessen und fair bezahlt.
  • Der Assistenzberuf ist ein anerkannter Beruf.
  • Der Teilhabebedarf des Menschen mit Behinderung wird über das Persönliche Budget voll abgedeckt. Dazu gehören auch eine eingehende Beratung vor Antragstellung und begleitende Beratung bzw. Unterstützung während der Laufzeit des Budgets.
  • Die Bearbeitungszeit bei der Wahl eines Persönlichen Budgets ist kürzer als bei der Wahl der Sach- und Dienstleistung.

     

Zeitstrahl mit Angebn zu den bereits stattgefundenen Praxisdialogen