Wie gelingt gute gesundheitliche Versorgung für alle?
Beim Forum Inklusive Gesundheit laden wir Sie herzlich zum Austausch ein. Gemeinsam mit Fachkräften, Praktiker*innen, Vertreter*innen aus Institutionen, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sprechen wir über zentrale Fragen inklusiver Gesundheitsversorgung. Im Mittelpunkt stehen dabei Ihre Erfahrungen, Perspektiven und Fragen aus der Praxis.
Das Forum versteht sich als offener Raum für Dialog: Wir hören zu, diskutieren gemeinsam Lösungsansätze, teilen Wissen und vernetzen Akteur*innen, die Inklusion im Gesundheitswesen aktiv voranbringen wollen. Inklusion bedeutet hier nicht nur Barrierefreiheit, sondern auch verständliche Kommunikation, gleichberechtigte Begegnung und die Stärkung von Autonomie und Selbstbestimmung.
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13.10.2026 | 17:00-19:30 Uhr
Inklusion in der professionellen Pflege: Wie schaffen wir gleichberechtige Versorgung und echte berufliche Teilhabe?
Pflegekammer NRW
Mehr Information | Hintergrund
Vergangene Foren
25.02.26 | 17:00-19:30 Uhr
Sicherstellung von Autonomie und Selbstbestimmung in der gesundheitlichen Versorgung durch Entscheidungsassistenz
Urike Häcker, KSL.Detmold
Mehr Information | Schlüsselgedanken
Das Forum Inklusive Gesundheit ist eine Online-Veranstaltungsreihe der KSL.NRW und richtet sich an alle, die sich fachlich austauschen, Impulse setzen und gemeinsam weiterdenken möchten.
Wir laden Sie ein: Bringen Sie Ihre Perspektiven ein – und diskutieren Sie mit uns, wie inklusive Gesundheit gelingen kann.
Wenn Sie Themen oder Impulse für eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe haben, sprechen Sie uns gerne an.
Für weitere Informationen besuchen Sie auch unsere anderen Seiten zum Thema Inklusive Gesundheit:
| Zum Fachtag Inklusive Gesundheit
| Zum Thema Inklusive Gesundheit
25.02.26 | 17:00 - 19:30 Uhr
Sicherstellung von Autonomie und Selbstbestimmung in der gesundheitlichen Versorgung durch Entscheidungsassistenz
Referentin: Ulrike Häcker
Jede Art einer medizinischen Maßnahme setzt voraus und ist ethisch nur zulässig, wenn der Patient/die Patientin nach Aufklärung der medizinischen Maßnahme zustimmt („informed consent“). Doch längst nicht alle Patient*innen können dieses Recht für sich in Anspruch nehmen. Das kann beispielsweise Patient*innen mit kognitiver oder psychischer Beeinträchtigung betreffen. Sie haben oft weniger Möglichkeiten, über Ziel, Art und Zeitpunkt der Maßnahme mitzubestimmen. Beim Forum werden die Möglichkeiten dargestellt und erläutert, die den benannten Patient*innen den Zugang zu einer informierten Zustimmung eröffnen können.
Das Forum versteht sich als offener Raum für Dialog: Wir hören zu, diskutieren gemeinsam Lösungsansätze, teilen Wissen und vernetzen Akteur*innen, die Inklusion im Gesundheitswesen aktiv voranbringen wollen. Inklusion bedeutet hier nicht nur Barrierefreiheit, sondern auch verständliche Kommunikation, gleichberechtigte Begegnung und die Stärkung von Autonomie und Selbstbestimmung.
25.02.26 | 17:00 - 19:30 Uhr
Sicherstellung von Autonomie und Selbstbestimmung in der gesundheitlichen Versorgung durch Entscheidungsassistenz
Referentin: Urike Häcker, KSL.Detmold
Im ersten Forum Inklusive Gesundheit stand die Frage im Mittelpunkt, wie Autonomie und Selbstbestimmung in der gesundheitlichen Versorgung konkret gestärkt werden können. Im Fokus: Entscheidungsassistenz als Schlüssel für eine wirksame und informierte Einwilligung bei Menschen mit kognitiver/Komplexer Behinderung sowie Menschen mit psychischer Beeinträchtigung.
Deutlich wurde: Rechtliche Grundlagen sind vorhanden – entscheidend ist ihre Umsetzung in der Praxis.
- Menschen mit Beeinträchtigung sind Rechtsträger mit eigenen Rechten. Wille, Wünsche und Präferenzen sind handlungsleitend und dürfen nicht durch ein paternalistisches „Wohl-Prinzip" ersetzt werden (Betreuungsrechtsreform/UN-BRK).
- Strukturelle Barrieren und Fremdbestimmungserfahrungen (z. B. Übermedikation, Zwangsmaßnahmen, verspätete Diagnosen) wirken bis heute fort.
- Unterstützte Entscheidungsfindung hat Vorrang vor ersetzender Entscheidung.
- Aufklärung muss verständlich, dialogisch und personenzentriert erfolgen.
- Kommunikation braucht Zeit, angepasste Sprache und die Anerkennung alternativer Kommunikationsformen.
- Einwilligungsfähigkeit ist situativ zu beurteilen und kann durch gezielte Unterstützung gefördert werden.
- Sensibilisierung, Ausbildung und Ressourcen sind zentrale Voraussetzungen für gelingende Praxis.
Fazit: Die Sicherstellung von Selbstbestimmung im Gesundheitswesen ist keine optionale Leistung, sondern ein Menschenrecht – und eine gemeinsame Aufgabe.
13.10.26 | 17:00 - 19:30 Uhr
Inklusion in der professionellen Pflege: Wie schaffen wir gleichberechtige Versorgung und echte berufliche Teilhabe?
Pflegekammer NRW
Professionelle Pflege ist ein zentraler Baustein für eine inklusive Gesundheitsversorgung.
Doch was braucht es, damit Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen eine gute, bedarfsgerechte pflegerische Versorgung erhalten? Und wie kann der Pflegeberuf selbst inklusiver werden, sodass auch Menschen mit Beeinträchtigungen ihre Kompetenzen als Pflegefachpersonen einbringen können?
In dem Forum Inklusive Gesundheit möchten wir diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, Erfahrungen austauschen und über konkrete Handlungsansätze und Umsetzungsmöglichkeiten diskutieren.
13.10.26 | 17:00 - 19:30 Uhr
Inklusion in der professionellen Pflege: Wie schaffen wir gleichberechtige Versorgung und echte berufliche Teilhabe?
Pflegekammer NRW
Das Forum baut auf einen Workshop auf, der im Rahmen des Fachtags Inklusive Gesundheit am 10. September 2025 stattfand. Die Schlüsselgedanken des Workshops sind im folgenden noch einmal dargestellt:
Schlüsselgedanken des Veranstalters:
Die Pflegekammer NRW erarbeitete in dem anderthalbstündigen Workshop „Inklusion in der Pflege“ unter Leitung von Dominik Stark, unter Mitwirkung des Bundesverbands Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe NRW, einem Arzt sowie Lehrenden aus der Pflege, Gesundheits-Expert*innen aus der Praxis sowie den KSL.NRW, ein Meinungsbild. In zwei Arbeitsgruppen und in drei Phasen (Phase 1: Ist-Analyse, Phase 2: Probleme/Herausforderungen, Phase 3: Handlungsmaßnahmen) haben die Teilnehmer*innen über ihre beruflichen Erfahrungen diskutiert. Ergebnisse aus den Kleingruppen wurden der Gesamtgruppe präsentiert.
Die Handlungsmaßnahmen, die Gruppe 1 erarbeitet hat:
- Curriculum auf Landesebene
- Vernetzung von Pflegekammer und Expert*innen
- Ausbildung öffnen für Personen mit besonderen Bedarfen
- Module der Inklusion in die Weiterbildung inkludieren
- Mehrschichtigkeit in die Pflegepädagogik integrieren (Beispiel Lehrassistenz)
- Netzwerke aus Expert*innen, Pädagog*innen und Schulen schaffen
- Ein Forum in digitaler Form (zentral)
Handlungsmaßnahmen, die Gruppe 2 erarbeitet hat:
- Regelmäßige Schulungsangebote (Haltung stärken, Leichte Sprache)
- Flächendeckende Praxiseinsätze
- Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
- Menschen mit Assistenzbedarf – „Betroffene“ – mehr einbinden (Perspektivwechsel)
- Prä-Stationäres Aufnahme-Assessment
- Räumliche Bedingungen positiv verändern
- Multiplikator*innen- und Expert*innen-Rat (Hotline) --> Ressourcen schaffen
- Technisches Know-how + sinnvolles Einbinden („Check“)
- Infomaterial/Checkliste
- Roming-in („Begleitpersonen“)
Das mittelfristige Ziel: Die Ergebnisse werden in die berufspolitische Arbeit der Kammerversammlung einfließen.
