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Fensterblick Extern
„Die Menschenrechte, auch, wenn sie immer ein westlich dominiertes Projekt waren, immer auch in Kontext von Kolonialismus und Imperialismus, missbraucht und instrumentalisiert worden sind, haben doch die Menschheit vorangebracht. Sie kodifizieren die Idee des Humanismus. Und, dass sich hierauf fast alle Staaten im Rahmen der Vereinten Nationen geeinigt haben, ist humanistischer Fortschritt.
Aber Inklusion im Kontext von Menschenrechten gedacht, ist die einzige Hoffnung. Etwas Besseres haben wir noch nicht gefunden.
Inklusion ist ein Bestandteil der Menschenrechte, insbesondere durch die UN-Behindertenrechtskonvention geworden. Und das ist ja auch das großartige an der UN- Behindertenrechtskonvention: Dass sie die Menschenrechte modernisiert hat.“
Interview mit Prof. Theresia Degener |
von Wibke Roth | Fotos von Luisa Kempf | KSL hinterfragt

Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben in NRW
Wibke Roth
Munscheidstr. 14
45886 Gelsenkirchen
Weitere Informationen:
Über Prof. Theresia Degener:
Prof. Theresia Degener hat bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2024 als Professorin für Recht und Disability Studies an der Evangelischen Hochschule in Bochum gearbeitet. Dort leitete sie das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS).
Sie war in den Jahren nach 2001 als unabhängige Juristin und Vertreterin Deutschlands an der Ausarbeitung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beteiligt. Von 2011 bis 2018 war sie Mitglied und Vorsitzende (2017 bis 2018) des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderung. In ihrer Studienzeit war sie Teil der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung – ihre politische Heimat. So war sie als Studentin an verschiedenen Aktionen der radikalen Behindertenbewegung in Deutschland beteiligt, zum Beispiel dem Krüppeltribunal 1981.
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Über das BODYS
Die Wissenschaftler*innen von BODYS begleiteten und evaluierten von 2016 bis 2021 auch die Arbeit der KSL. Die Evaluation richtete sich an den Leitzielen der UN-Behindertenrechtskonvention aus. Der barrierefreie und partizipative Forschungsansatz ermöglichte eine regelmäßige Beteiligung aller Akteur*innen. Die Evaluation betrachtete den Aufbauprozess und die Arbeit der sechs Kompetenzzentren. Erkenntnisse zu fördernden und hemmenden Faktoren der KSL-Arbeit wurden direkt in die Praxis zurückgespiegelt.
Das BODYS gab viele Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft an die KSL weiter. Die KSL nutzten diese Forschungsergebnisse für ihre tägliche Arbeit. Im Wissens-Dialog und Transferzentrum teilen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse mit Akteuren aus der Praxis.
Außerdem bot BODYS gemeinsam mit der Koordinierungsstelle der KSL regelmäßige Schulungen für die Mitarbeitenden der KSL an.
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Inklusiver Arbeitsmarkt
Inklupreneur unterstützt Unternehmen durch Wissensvermittlung und aktive Umsetzung dabei, eine inklusive Unternehmenskultur zu schaffen. Menschen mit Behinderung sind zentraler Bestandteil ihrer partizipativen Inklusionsberatung. Auch das Team Rheinland nimmt Unternehmen prozessual „an die Hand“ und unterstützt aktiv bei der Stellenbesetzung. Im Interview mit Mechthild Kreuser – Projektleiterin Inklupreneur Rheinland – und Talentmanager Frank Kaulen erhalten Sie Einblicke aus dem Vorhaben, wie der Arbeitsmarkt inklusiver werden kann..
Zum Beitrag Nr. 3915 Jahre UN-BRK/DIMR
Das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention jährt sich heute für Deutschland zum 15. Mal. Dr. Susann Kroworsch – wissenschaftliche Mitarbeiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte seit 2017 – ist zuständig für das Monitoring in Nordrhein-Westfalen. Im Fensterblick-Interview berichtet sie über die Ergebnisse sowie die Empfehlungen und Forderungen des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sie appelliert, dass nun wirksame Maßnahmen in NRW folgen müssten. .
Zum Beitrag Nr. 27
