Vera Knappert

„Den Menschen muss bewusst werden, dass ein Mensch mit Behinderung ein gleichwertiges, stimmberechtigtes Mitglied unserer Gesellschaft ist.“

52 Jahre, Hilfeplanerin für Bielefeld beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

„Bielefeld ist meine Region und ich fühle mich dort verantwortlich“, sagt Vera Knappert, Hilfeplanerin beim Landschaftsverband Westfalen (LWL). 

Die Stadt war Modellregion für das Persönliche Budget des LWL. In manchen Regionen gäbe es bis heute keine Budgets, da keine Anträge eingereicht würden. „Es fällt nicht jedem leicht, seine Ziele klar zu formulieren“, erläutert Vera Knappert. Alle Beteiligten sollten enger zusammen arbeiten, Hürden sollten so klein wie möglich sein. 

„Mit dieser Kampagne zum Persönlichen Budget ist ein neuer nützlicher Weg entstanden, der hilft, das Thema in das Bewusstsein aller Beteiligten zu rücken.“ Betroffene sollten mutig sein und einen Antrag stellen. Beratungsstellen und der LWL bieten Unterstützung an. 

Vera Knappert im Interview

„Der Mensch rückt weiter in den Mittelpunkt.“

Nachdem der Antrag beim LWL eingegangen ist, wird der individuelle Bedarf geprüft. „Gewährt werden alle Maßnahmen, mit denen Teilhabeeinschränkungen ausgeglichen werden können. Es gibt Maßnahmen für jeden Lebensbereich. Bewilligt werden können zum Beispiel Assistenz für den Umzug, Freizeitbegleitung, Selbstbehauptungskurse oder Mitgliedschaft im Sportverein“, weiß Vera Knappert zu berichten.

Vera Knappert

„Vieles ist möglich! Wenn jemand nicht das Persönliche Budget verwalten kann, können z. B. Angehörige, gesetzliche Betreuer und Betreuerinnen oder Beratungsstellen dabei unterstützen.“