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Kristin Reker / Plädoyer / KSL hinterfragt


Das ist sehr wichtig:
In der Sprache sollen nicht nur
alle Menschen gemeint sein.
Die Sprache muss auch alle Menschen benennen.

Zum Beispiel:

  • Frauen
  • Menschen in Gruppen
  • Menschen mit einer bestimmten Anzahl.
    Dazu sagt man auch: Minderheiten.
    Zum Beispiel: Menschen mit Behinderungen.

Der Text ist von Kristin Reker.

Kristin Reker arbeitet in einem bestimmten KSL:
Kristin Reker arbeitet im KSL
für Menschen mit Sinnes-Behinderungen.
Die Abkürzung ist:
KSL.MSi NRW.

Kristin Reker arbeitet besonders für den Bereich:
Taubblind.


Kristin Reker schreibt:

Die Kompetenz-Zentren setzen sich dafür ein:
Es gibt die gleichen Möglichkeiten für alle Menschen.
Es gibt ein Leben in Vielfalt.

Leben in Vielfalt bedeutet:
das Leben von Menschen ist sehr unterschiedlich.

Die KSL achten darauf:
Es gibt viel Aufmerksamkeit.
Die Aufmerksamkeit ist für
die Verwendung von bestimmter Sprache.

Die bestimmte Sprache soll

  • ohne Diskriminierung
  • genderneutral

sein.


Genderneutral bedeutet:
In der Sprache

  • wird kein Geschlecht bevorzugt.
  • soll man das Geschlecht erkennen.

Die bestimmte Sprache ist für die KSL

  • Pflicht
  • selbstverständlich.

Den Text schreibt Kristin Reker
für alle Mitarbeiter im KSL.MSi.

Der Text ist über:
Sensible Sprache.


Sensible Sprache bedeutet:
Sprache ohne

  • Diskriminierung
  • Ausgrenzung.

In dem Text geht es um die

  • Gründe
  • Zusammen-Hänge

von der sensiblen Sprache.


Oft gibt es die Fragen:

  • Warum ist sensible Sprache wichtig?
  • Machen andere Worte einen Unterschied?
  • Gibt es nicht viele Übertreibungen?

Das muss in der Sprache deutlich sein:
Alle Menschen sind gemeint.

Es hat viele Untersuchungen gegeben.
Die Untersuchungen waren in den letzten 40 Jahren.
Das war sehr lange.

Die vielen Untersuchungen haben festgestellt:
Es gibt die Verwendung von männlichen Begriffen.
Mit den männlichen Begriffen sind oft Männer und Frauen gemeint.

Viele Menschen verstehen die männlichen Begriffe so:
Alle Menschen sind damit gemeint.

Es ist aber oft nicht zu erkennen:
Frauen sind auch gemeint.

Das ist aber sehr wichtig:
Es muss zu erkennen sein:

  • Frauen sind nicht nur gemeint.
  • Frauen müssen auch genannt sein.

Das ist auch für andere Menschen wichtig.
Zum Beispiel:
Für Menschen mit Behinderung.

Mit der Benennung

  • sind die Gruppen von Menschen erkennbar
  • gibt es mehr Aufmerksamkeit.

Die Aufmerksamkeit ist für die Gruppen von Menschen.

Sprache ist ein Mittel für Macht.
Sprache kann ausgrenzen.
Oder:
Sprache kann einbeziehen.

Sprache ist

  • ein Mittel zum Verständigen.
  • das wichtigste Mittel.
  • das älteste Mittel.

Mit Sprache können die Menschen
viele Dinge mitteilen.

Zum Beispiel:

  • Begriffe
  • Beschreibungen
  • Erlebnisse
  • Gedanken
  • Ergebnisse
  • Vorschriften
  • Regeln.

Sprache kann sehr viel Einfluss haben:

Sprache kann einen anderen Menschen

  • aufmuntern
  • anregen
  • in die Lage versetzen:

der Mensch kann etwas tun.

Sprache kann aber auch bestimmte Menschen

  • ausgrenzen
  • abwerten
  • beleidigen.

Deswegen muss man gut aufpassen:
Wie wird die Sprache genutzt?


Ludwig Wittgenstein war ein Philosoph.


Ein Philosoph ist eine Person.
Die Person denkt viel nach.
Die Person denkt viel
über den Sinn vom Leben nach.


Ludwig Wittgenstein hat vor über 70 Jahren gelebt.

Ludwig Wittgenstein hat auch darüber geschrieben:

Wie hängen die Sprache
und die Welt zusammen?

Ludwig Wittgenstein hat geschrieben:
Die Grenzen meiner Sprache
sind die Grenzen meiner Welt.


Das ist gut für die Menschen:

  • Viele Sprache nutzen.
  • Viele Wörter kennen.

Darüber denkt der Mensch nicht
oder weniger
nach:
Über Dinge, die nicht

  • benannt sind
  • beschrieben sind.

Die sensible Sprache kann dazu führen:
Das Verstehen von der Welt wird besser.

Die Welt wird

  • vielfältiger
  • bunter
  • inklusiver.

Inklusiv bedeutet:
alle Menschen gehören dazu.


Sie nutzen die sensible Sprache?
Sie werden feststellen:
Die sensible Sprache stört das Lesen nicht.

Die sensible Sprache
macht Texte besser.


Oft nutzen die Menschen noch die alte Sprache.
Die Menschen nutzen die alte Sprache auch in der Öffentlichkeit.
Dadurch gewöhnen sich die Menschen an die alte Sprache.

Durch die Gewöhnung entstehen Vorstellungen.

Vorstellungen sind Gedanken.
Die Gedanken sind über eine bestimmte Sache,

Die Vorstellungen wiederholen sich immer wieder.
Das bedeutet:
Die Menschen denken:
Die Vorstellungen sind richtig.
Die Vorstellungen wiederholen sich immer mehr.


Es gibt Vorstellungen über Menschen mit Behinderungen.

Zum Beispiel:

  • Tobias ist an seinen Rollstuhl gefesselt.
  • Sabine ist taubstumm und benutzt die Zeichen-Sprache.
  • Merve leidet am Down-Syndrom.

Solche Texte grenzen die Menschen aus.

In den Texten ist das wichtig:

  • Was die Menschen nicht können.
  • Die Menschen sind anders.
  • Anders-Sein ist schlecht.

Raul Krauthausen setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Raul Krauthausen und andere Menschen
haben eine Internet-Seite gemacht.
Der Name von der Internet-Seite ist:
Leidmedien e.V.

Auf der Internet-Seite gibt es Tipps.

Die Tipps können helfen:
Es gibt andere Möglichkeiten für die Sprache.

Das ist deutlich:
Die anderen Möglichkeiten unterscheiden sich
von der bisherigen Sprache.

Das sind andere Möglichkeiten.
Die anderen Möglichkeiten sind für die Sätze
aus dem Beispiel:

  • Tobias ist mit seinem Rollstuhl unterwegs.
  • Sabine ist gehörlos und verständigt sich mit Gebärden-Sprache.
  • Merve hat das Down-Syndrom.“

Das sind kleine Unterschiede.
Die kleinen Unterschiede können eine große Wirkung haben.

Durch die neuen Sätze ist deutlich:
Die 3 Personen

  • haben ein selbstbestimmtes Leben.
  • werden nicht bewertet.

Warum sagt man eigentlich nicht mehr:
taubstumm?

Es gibt das Wort:
taubstumm
Das Wort ist alt.
Seit über 80 Jahren denken gehörlose Menschen:
Das Wort ist diskriminierend.
Das Wort benachteiligt gehörlose Menschen.


Früher sagte man auch das Wort:
Krüppel.

Das Wort war eine Bezeichnung
für Menschen mit Behinderungen.
Die Bezeichnung gibt es heute nicht mehr.


Auch das Wort taubstumm
sollen die Menschen nicht mehr nutzen.

Die richtigen Worte sind:

  • taub

oder

  • gehörlos.

Mit dem Wort: Taubstumm
wurden Menschen früher unterdrückt,
Das Wort grenzt Menschen aus.


Die Deutsche Gebärden-Sprache ist eine vollwertige Sprache.
Die Deutsche Gebären-Sprache ist in Deutschland
seit dem Jahr 2002 als eigene Sprache anerkannt.


Gebärden sind Bewegungen:

  • im Gesicht
  • von den Händen.

Menschen, die sich in Gebärden-Sprache verständigen.
sind nicht

  • dumm

oder

  • stumm.

Viele Menschen verwechseln die
Gebärden-Sprache mit der Zeichen-Sprache.

Viele Menschen denken:
Gebärden-Sprache und Zeichen-Sprache sind gleich.

Die beiden Worte sind aber sehr verschieden:
Zur Zeichen-Sprache gehörten zum Beispiel

  • Verkehrs-Zeichen

oder

  • die Unter-Wasser-Zeichen von Tauchern.

Die Zeichen-Sprache ist keine vollwertige Sprache.
Die Zeichen-Sprache besteht nur
aus einzelnen Zeichen.

Die Deutsche Gebärden-Sprache ist
wie die Laut-Sprache.

Die Laut-Sprache besteht aus Worten und Klängen.

In der Deutschen Gebärdensprache
gibt es Veränderungen.
Die Veränderungen sind in

  • der Sprache
  • den Inhalten.

Die Veränderungen gehören
zu der Deutschen Gebärden-Sprache.

Auch in der Deutschen-Gebärden-Sprache wird darauf geachtet:
Für bestimmte Begriffe gibt es

  • neue Gebärden
  • Gebärden ohne Bewertungen.

Das ist gleich:

  • Gute Gebärden bleiben in der Gebärden-Sprache.
  • Gute Worte bleiben in der Laut-Sprache:

Sie möchten mehr wissen?

Sie können sich ein Video ansehen.

Bitte klicken Sie auf die blaue Schrift.

Dann können Sie das Video sehen:

Das Video ist über die Deutsche Gebärden-Sprache.
Da Video zeigt eine Veränderung.
Die Veränderung ist beim Wort: Behinderung.

Es gibt eine neue Gebärde.
Die neue Gebärde ist für das Wort:
Behinderung.

Die neue Gebärde ist

  • für alle Formen von Behinderung.
  • inklusiv
  • ohne Bewertung
  • ohne Diskriminierung.

Am 5. Mai ist der Protest-Tag von Menschen mit Behinderungen.

Das passt zu dem Tag:
Das KSL-MSi -NRW möchte
die Gebärde gerne bekannt machen.

Sie können die Gebärde

  • weitergeben

und

  • selber nutzen.

Das Team vom KSL-MSi-NRW
freut sich darüber.


Das sind weitere Informationen:

Es gibt eine Übersicht für Texte.

Die Texte sind

  • neutral
  • ohne Diskriminierung.

Bitte klicken Sie auf die blaue Schrift.
Dann können Sie die Informationen lesen:
https://leidmedien.de/tipps-fuer-medien/


Es gibt ein Magazin.
Ein Magazin ist eine Sendung
im Radio
oder im Fernsehen.

Der Name von dem Magazin ist:
Fluter.

Es gibt einen Verlag.
Ein Verlag ist eine Firma.
Die Firma macht Bücher und Hefte.

Der Name von dem Verlag ist:
Duden-Verlag.

Das Magazin Fluter und der Duden-Verlag
haben zusammen
einen Podcast gemacht.


Das Wort Podcast ist Englisch.
Man spricht das Wort so: Pott-kast.

Ein Podcast ist eine Sendung.
Die Sendung kann man im Internet

  • hören
  • auf dem Computer speichern.

In dem Podcast geht es auch um eine Entwicklung.

Die Entwicklung ist
Vom Wort:

  • taubstumm

bis zum Wort:

  • gehörlos.

Bitte klicken Sie auf die blaue Schrift.
Dann können Sie den Podcast hören:
https://open.spotify.com/episode/4CS2Ws3vepE2F1Yy6M0RbX


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Männliche und weibliche Schreib-Weise
sind im Text gleich.

Alle sind mit einer Schreib-Weise gemeint.


So bekommen Sie Kontakt
zu Kristin Reker:

Sie können eine E-Mail schreiben.
Das ist die E-Mail-Adresse:
kristin.reker@ksl-msi-nrw.de


Mai 2022