Annika Hille

Annika Hille
erzählt von ihrer häuslichen Assistenz

Ich bin 32 Jahre alt.
Ich habe eine Schulung für mehr Selbst-ständigkeit gemacht.
Das war bei der Lebenshilfe.
In dem Seminar habe ich zum ersten Mal
vom Persönlichen Budget erfahren.


Ein Zimmer mit Tisch, Bett und Fernseher.

Da war eine Frau, die schon eine eigene Wohnung hatte.
Und ich habe gedacht:
So möchte ich auch wohnen.


Eine Hand mit Putz-Lappen und Wasser-Eimer. Eine Frau unterstützt eine andere Frau.

Jetzt lebe ich seit dem Jahr 2011
in einer Wohngemeinschaft.
Dabei bekomme ich Unterstützung:
Ein Pflegedienst, zwei Betreuer und zwei
Reinigungs-Kräfte helfen mir.
So kann ich vieles alleine schaffen.


Bauernhof.

Früher habe ich bei meinen Eltern auf dem Bauernhof gelebt.
Ich vermisse die Kühe ein bisschen.
Aber ich genieße meine Selbstständigkeit.
Ich habe hier meine Freunde, meinen Flötenkurs,
das Schwimmbad.


Ein Mann und eine Frau sind zusammen gesetztliche Betreuer.

Und meine Eltern kommen mich gerne besuchen.
Meine Eltern sind auch meine gesetzlichen Betreuer.


Essen in einem Topf umrühren.

Ich muss jetzt vieles alleine machen.
Oder zusammen mit meiner Mitbewohnerin.
Einkaufen, Geschirr spülen, Geld abheben, kochen.
Früher brauchte ich noch viel Unterstützung.
Heute reicht oft ein bisschen Hilfe am Anfang.
Ich schaffe den Rest dann schon alleine.


Annika Hille

Das will ich gerne anderen Leuten sagen

Ich finde das Persönliche Budget toll.
Seid mutig und macht das auch!


Zwei Menschen wischen zusammen Staub.

Das gefällt mir besonders gut

Ich mag das Leben in der Wohngemeinschaft.
Wir helfen uns im Alltag gegenseitig.


Eine Hand wählt zwischen verschiedenen Wohngebäuden aus.

Das sagen meine Eltern

Das Persönliche Budget lohnt sich.
Es bringt Selbstständigkeit und Freiheit.
Wir haben für unsere Familie eine gute Lösung gefunden.
Das Persönliche Budget ist für uns eine große Hilfe.


Ein Tagesplan, in dem einige Dienste fehlen.

Aber wir wissen auch:
Viele Menschen mit anderen Lern-Möglichkeiten
können noch nicht so leben wie Annika.
Weil es zu wenig passende Wohnungen gibt.
Und zu wenig Betreuer und Pflegekräfte.